BLOG
Kunst ist Gesellschaft - Gesellschaft ist Kunst
Wir freuen uns sehr, euch unsere Themenwoche vorzustellen, die im Zeichen feministischer Kunst und politischer Auseinandersetzung steht. Diese Woche rücken Künstlerinnen und ihre Werke in den Fokus und zeigen, wie Kunst als Stimme des Widerstands, der Veränderung und der Selbstermächtigung genutzt wird ✊

Das Bild als Stimme
Selbstporträts sind mehr als nur ein Spiegelbild – sie sind ein Mittel, um Frauen in einer patriarchalen Welt sichtbar zu machen. In ihnen verhandeln Künstlerinnen ihre Identität und behaupten sich gegenüber traditionellen Rollenzuschreibungen. Indem Frauen sich selbst abbilden, beanspruchen sie bewusst ihre Erfahrungen und erlebten Geschichten und schaffen Raum für ihre Perspektiven. Selbstporträts können daher nicht nur als künstlerische Werke, sondern auch als feministische und aktivistische Akte verstanden werden.
Die eigene Biografie als feministische Kunst
Die weibliche Biografie als künstlerisches Konzept zu begreifen, ist ein weiterer wichtiger feministischer Ansatz. Wie Franziska Schutzbach in ihrem Buch "Die Revolution der Verbundenheit" betont, ist das Erzählen der eigenen Geschichte ein revolutionärer Akt. In ihrem Buch widmet sich Franziska Schutzbach im Kapitel Frauenbeziehungen der Bedeutung weiblicher Biografien und Beziehungen als Teil einer feministischen Erzählung. Schutzbach zeigt auf, wie Frauen durch das Teilen und Sichtbarmachen ihrer Lebensgeschichten eine kollektive Verbindung schaffen, die über individuelle Erfahrungen hinausgeht. Diese Beziehungen und Netzwerke von Frauen bilden eine wichtige Grundlage für Solidarität und Widerstand. Sie betont, dass weibliche Biografien, vor allem wenn sie nicht patriarchalen Erwartungen entsprechen, oft durch gesellschaftliche Unsichtbarkeit geprägt sind, doch in ihrer gegenseitigen Unterstützung liegt revolutionäre Kraft.


Schutzbach argumentiert, dass diese Verbundenheit nicht nur zur Stärkung der Einzelnen führt, sondern auch dazu beiträgt, patriarchale Strukturen zu durchbrechen und neue Möglichkeiten der gesellschaftlichen Veränderung zu schaffen. Indem Frauen ihre Biografien und Beziehungen als politisches und künstlerisches Konzept verstehen, können sie aktiv zur Transformation und Repräsentation weiblicher Lebensrealitäten beitragen.



Lewizual als Caring Community
Mit Lewizual. gestalten wir eine Caring Community, die diesen feministischen Ansatz verkörpert. Wir schaffen einen Raum, in dem sich Kunst und Biografiearbeit überschneiden und in dem Kreativität als Mittel des Empowerments gesehen wird. Wir glauben daran, dass Kunst nicht nur reflektiert, sondern auch heilt, verbindet und neue Perspektiven öffnet – immer mit dem Ziel, individuelle und kollektive Verbundenheit zu entfalten.


Kunst als feministischer Widerstand
Gemeinsam möchten wir zeigen, wie Kunst als kraftvolles Mittel des feministischen Widerstands genutzt wird – sei es durch das Hinterfragen gesellschaftlicher Normen, das Brechen mit Konventionen oder das Erzählen neuer, vielfältiger Geschichten. Jede Künstlerin bringt ihren eigenen politischen Blick ein und macht sichtbar, wie wichtig Kunst im Kampf um Gleichberechtigung und Gerechtigkeit ist.



Lasst uns gemeinsam den Diskurs bereichern und feministischen Widerstand künstlerisch feiern!
Der nächste TALK, dieses mal mit RADIKALE TÖCHTER, ist am 09.04.2025, um 10.00 Uhr.

Wir glauben daran, dass Kunst nicht nur reflektiert, sondern auch heilt, verbindet und neue Perspektiven öffnet.
Komme in unseren Kurs ICH SEHE MICH. Hier beschäftigen wir uns mit unserem SELBST und wie wir dieses Wissen nutzen können um uns weiter zu entwickeln.